SV Suddendorf-Samern

seit 1959

SV SuSa übernimmt RSV Schüttorf

Reha-Sportverein beendet lange Geschichte – Angebote werden fortgeführt

Der Reha-Sportverein Schüttorf hat sich zu Beginn diesen Jahres dem SV Suddendorf-Samern angeschlossen. Damit endet die über ein halbes Jahrhundert andauernde Geschichte des Schüttorfer Vereins, dessen Leitgedanken und Inhalte jedoch fortgeführt werden sollen.

DSCN3371 MediumEin Hauch von Wehmut schwang mit, als Alwin Hilbrink, bisher erster Vorsitzender des Reha-Sportvereins Schüttorf, über die Aufnahme des Vereins durch den SV Suddendorf-Samern sprach. Mit dem Geschichtewerden seines Vereins, der 1966 als Versehrten-Sportgemeinschaft im VdK-Ortsverband Schüttorf gegründet worden war, endet auch die Ära des Vorsitzenden, der seit 41 Jahren an der Spitze des RSV stand.

Seit vielen Jahren bot der Schüttorfer Verein seinen 135 Mitgliedern unter dem Leitgesichtspunkt des Reha-Sports Wassergymnastik und Herzsport in unterschiedlichen Leistungsgruppen an. Als Angebotspartner der niedergelassenen Ärzte, der Krankenkassen und Rehabilitationskliniken verwirklichte der RSV Schüttorf spezifische Zielsetzungen im Bereich des Gesundheitssports. Diese Leistungen erfreuten sich nach wie vor großer Beliebtheit und sorgten für eine rege Teilnahme an den Angeboten.

„Dennoch beschäftigten wir uns bei der Jahreshauptversammlung 2016 erstmals mit dem Gedanken, uns einem anderen Verein anzuschließen“, erinnert sich Hilbrink. Die Gründe für diese Entwicklung sieht er vor allem im immer komplexer werdenden Arbeitsaufwand eines Sportvereins, der heutzutage im Ehrenamt nicht mehr selbstverständlich zu stemmen ist. Zum anderen mangelte es an Zukunftsperspektiven, da keine Nachfolger für die Positionen im Vorstand gefunden werden konnten. In Folge an eine Abstimmung der Mitglieder im November 2017, für eine Eingliederung des Vereins in den SV Suddendorf-Samern, war der Weg für die anstehenden Veränderungen frei.

Auch wenn die Aufgabe des Reha-Sportvereins schmerzt, blicken Hilbrink (Bild) sowie RSV-Geschäftsführer Hermann Geisler voller Zuversicht in die Zukunft: „Der SV Suddendorf-Samern bietet bereits Reha-Sport an und schreibt sich den Gesundheitssport auf die Fahnen. Das passt zu unseren Leitgedanken“, sind sich die beiden ehemaligen Vorstandskollegen einig.

SuSa HilbrinkDurch die Aufrechterhaltung des Angebots in den bekannten Sportstätten und der Übernahme der Übungsleiter Karin Eilering, Ilka Wilbrand und Frank Schenkbier haben beide Vereine gute Voraussetzungen für einen fließenden Übergang geschaffen. In Zukunft werden Rainer Nillis und Sandra Holbein das Übungsleiterteam komplettieren. Trainerin Karin Eilering, die beim SV Suddendorf-Samern bereits zahlreiche Angebote anbietet, wird das Amt der Abteilungsleitung für den Bereich Reha-Sport bekleiden. Eilering weist darauf hin, dass ab sofort eine zusätzliche Stunde „Sport im Wasser bei Wirbelsäulenerkrankungen“ stattfinden wird. Alle Angebote finden Interessierte über den Internetauftritt des Vereins unter www.svsusa.de.

Suddendorfs Vorsitzender Jochen Kleve zeigte sich über die jetzige Situation sehr glücklich: „Die Eingliederung des RSV in unseren Sportverein ermöglicht es uns, ein vielfältigeres Angebot im Bereich des Reha-Sports zu bieten“, schilderte Kleve, der dabei den Blick auch auf den demographischen Wandel der Gesellschaft lenkt. Zudem würden die Gesundheitssportangebote perfekt in das Leitbild des SV Suddendorf-Samern passen, da der Verein sich als Familienverein sehe, in dem es nicht nur um Leistung, sondern vor allem um das Miteinander gehe, so der Sameraner.

Alwin Hilbrink dankte seinem bisherigen Vorstandsteam um den zweiten Vorsitzenden Günter Ostermann, Geschäftsführer Hermann Geisler und Ilka Wilbrand, sowie den Trainern und Mitgliedern für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ebenso hob er die Verdienste von Monika Brinkmann hervor. Brinkmann war seit 1996 als Übungsleiterin für den Verein tätig und wird sich nach knapp 22 Jahren nun anderen Aufgaben widmen.

Das längste Kapitel schließt sich jedoch für den langjährigen Vorsitzenden selbst. Hilbrink, der in jungen Jahren als Handballer aktiv war, erlitt zu dieser Zeit einen Dienstunfall bei der Bundeswehr. Aus diesem Grund schloss er sich dem Versehrten-Sportverein an. Allein unter vielen Älteren, übertrug man ihm im Alter von 24 Jahren die Verantwortung der Position des ersten Vorsitzenden. Seitdem leitete er die Geschicke des Vereins, für den er nach den Worten von Hermann Geisler ein echter Glücksfall war. Bei so viel Engagement scheint ein wenig Wehmut zum Abschied mehr als verständlich.

Bild oben: Symbolisch übergibt der ehemalige erste Vorsitzende des RSV, Alwin Hilbrink (zweiter von rechts), den Sportkoffer des RSV an Jochen Kleve (1. Vorsitzender SV SuSa, 4. v. l.). Mit ihnen freuen sich (stehend v.l.) SuSa-Geschäftsführer Andreas Arnds, Ralf Schmidt (2. Vorsitzender, SV SuSa), Ilka Wilbrand (Vorstand RSV, Übungsleiterin) und der bisherige RSV-Geschäftsführer Hermann Geisler (erster v.r.), sowie (sitzend v.l.) Sandra Holbein, Karin Eilering und Frank Schenkbier (alle Reha-Übungsleiter).

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok